Fussball als Instrument zur Unterstützung von Flüchtlings- und Aufnahmegemeinschaften in Malawi anlässlich des Weltflüchtlingstags 2026
Zusammenarbeit zwischen der FIFA-Stiftung und dem UNHCR für Schutz, Inklusion und Perspektiven durch Fussball
Trainerprogramme im Flüchtlingslager Dzaleka zur Förderung sicherer und inklusiver Fussballaktivitäten für Kinder und Jugendliche
Anlässlich des Weltflüchtlingstags 2026 stellt die FIFA-Stiftung die fussballbasierten Aktivitäten im Flüchtlingslager Dzaleka (Malawi) vor, die im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) durchgeführt werden.
Jede Woche versammeln sich Hunderte von Kindern im Flüchtlingslager Dzaleka, um unter der Leitung von Trainern aus den Flüchtlings- und Aufnahmegemeinden Fussball zu spielen.
Die Trainer absolvierten ihre erste Ausbildung 2024 und kehrten im Mai 2026 für einen Auffrischungskurs zurück. Damit setzen sie ihren Weg zur Trainerlizenz fort und erwerben neue Fähigkeiten, die sie in ihre Gemeinschaften einbringen können.
„Vor dem Fussballspielen fühlte ich mich im Lager ein wenig verloren“, erklärte einer der Trainer. „Doch als ich mit dem Training der Kinder begann, änderte sich das schlagartig.“
Gemäss Christian Babwine, Vorsitzender des Sportsvereins von Dzaleka und Teilnehmer des Trainerausbildungsprogramms der FIFA-Stiftung und des UNHCR, wirkt sich das Projekt auch positiv auf die Gemeinschaft aus.
„Bei uns kommen Menschen aus sieben Ländern an einem Ort zusammen. Wir helfen uns gegenseitig“, sagte er. „Wir vermitteln gegenseitige Wertschätzung und Zusammenhalt. In diesen Tagen sind wir alle gleich.“
Gemäss UNHCR wurden weltweit mehr als 117 Millionen Menschen wegen Konflikten, Gewalt, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen gewaltsam vertrieben. Darunter sind auch viele Kinder und Jugendliche, die dadurch mit Hindernissen in Bezug auf Bildung, soziale Integration und mentales Wohlbefinden zu kämpfen haben. Sport und insbesondere Fussball fördern nachweislich die psychosoziale Gesundheit, den sozialen Zusammenhalt sowie die Inklusion sowohl vertriebener Menschen als auch der Aufnahmegemeinschaften.
Im Rahmen der sozialen Kampagnen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ unterstreicht „Vereint für Frieden“ die Rolle des Fussballs bei der Förderung des Dialogs, des Respekts und des sozialen Zusammenhalts und ruft die weltweite Fussballgemeinschaft dazu auf, die Reihen zu schliessen und sich für Frieden zu engagieren. In Dzaleka wird diese Botschaft auf Gemeindeebene sichtbar: Trainer übernehmen Führungsrollen, Kinder finden einen sicheren Ort zum Spielen, und Flüchtlings- und Aufnahmegemeinden kommen durch den Fussball zusammen.
Das Projekt in Malawi ist Teil einer umfassenden Partnerschaft zwischen der FIFA-Stiftung und des UNHCR, die im Juli 2023 durch den Abschluss einer Grundsatzvereinbarung formalisiert wurde und sich mithilfe des Fussballs für den Schutz, die Inklusion und Chancen vertriebener Menschen engagiert.
Auf der Grundlage dieser Vereinbarung setzen sich die FIFA-Stiftung und das UNHCR aktiv dafür ein, Flüchtlingen und den Aufnahmegemeinschaften einen besseren Zugang zum Fussball sowie zu Aus- und Weiterbildung zu bieten. Die Zusammenarbeit ist auf die UNHCR-Sportstrategie abgestimmt und unterstützt das UNHCR im Bestreben, den Dialog zwischen Flüchtlingen und Aufnahmegemeinschaften zu fördern sowie den Zugang zu regelmässigen und hochwertigen Fussballaktivitäten für Frauen und Männer zu verbessern.
Aufbauend auf Projekten in Armenien, Malawi, Marokko und Polen im Jahr 2025 wurde die Zusammenarbeit 2026 weiter ausgebaut, zuletzt im Juni durch zusätzliche Trainerausbildungen mit Flüchtlings- und Aufnahmegemeinschaften in Mexiko-Stadt.
Die Initiative „Unite for Peace“ läuft derzeit während der Gruppenspiele der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™. Alle Spieler der 48 teilnehmenden Teams tragen das „Vereint für Frieden“-Abzeichen am Ärmel, während die Kampagne in allen Stadien auf LED- und Grossbildschirmen präsentiert wird.